Richard Strauss – der Mann hinter der Alpensinfonie

Sein Leben

Der Komponist Richard Georg Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren und starb 85 Jahre später in Garmisch-Partenkirchen. Er ist vor allem für seine orchestrale Programmmusik, zu der die Alpensinfonie zählt, und seine Opern bekannt. Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent und Theaterleiter.

Sein Vater war Hornist am Hoforchester München und dieser musikalische Hintergrund seiner Familie führte dazu, dass Strauss schon im Alter von 6 Jahren mit dem Komponieren begann. Später erhielt er Kompositionsunterricht, als er 12 Jahre alt war entstand sein offizielles Opus 1.

Er begann ein Studium in Philosophie und Kunstgeschichte, brach dieses jedoch bald ab, um sich der Musik zu widmen. Daraufhin lernte er viele Musiker und andere bekannte Komponisten wie Johannes Brahms kennen. Schon bald wandte er sich, von Wagner und Liszt stark beeinflusst, der Programmmusik zu. Sein unverwechselbarer Stil machte ihn um 1890 herum schnell bekannt.

In den folgenden Jahren schrieb er Stücke wie „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und „Also sprach Zarathustra“, gründete das Berliner Tonkünstler-Orchester, die Genossenschaft deutscher Tonsetzer und rief die GEMA zur Regelung der Urheberrechte ins Leben.

1917 unterstützte er die Initiative zur Gründung der Salzburger Festspiele und übernahm kurz darauf die Leitung der Wiener Hofoper.

Nach ihrer Machtübernahme 1933 versuchten die Nationalsozialisten anfänglich, Richard Strauss für ihre Zwecke zu nutzen. Sie setzten ihn, der als einer der größten lebenden Komponisten im damaligen Deutschland galt, als Vorsitzenden der Reichsmusikkammer ein. In dieser Position war er dafür zuständig, die „deutsche“ Musik zu fördern und sogenannte entartete Musik aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Die Nationalsozialisten zwangen ihn jedoch zwei Jahre später zum Rücktritt, nachdem die Gestapo einen Brief an den jüdischen Schriftsteller Stefan Zweig vom 17. Juni 1935 abfing, in dem er sich kritisch über die Nationalsozialisten äusserte.

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 durfte Strauss trotzdem die Eröffnungsmusik komponieren.

Am 8. September 1949 starb er an Altersschwäche in Garmisch-Partenkirchen und wurde in einem Familiengrab auf dem Friedhof der Gemeinde beigesetzt.

Die Idee zur Alpensinfonie

Die Idee für das Programm der Alpensinfonie geht auf ein Erlebnis aus Strauss Kindheit zurück. 1878 verirrte er sich bei einer Bergtour in seiner bayrischen Heimat und suchte zwölf Stunden lang bei Regen und Sturm den Weg nach Hause. Dieses Ereignis hinterließ einen bleibenden Eindruck auf den damals 14jährigen. Es inspirierte ihn dazu, am darauffolgenden Tag die aufregende Wanderung auf dem Klavier darzustellen, wie er in einem Brief an einen Freund schrieb.

Um 1900 herum entstanden dann erste Skizzen von der Vertonung einer Bergwanderung. Dabei plante Strauss eine sinfonische Dichtung, die er „Künstlertragödie“ nennen wollte und die das Schicksal des aus der Schweiz stammenden Porträtmalers Karl Stauffer-Bern, einem passionierten Bergsteiger, darstellen sollte. Zwischen 1909 und 1911 entschied er sich, dies in vier Sätzen zu vertonen, die die Themen „Die Alpen“, „Ländliche Freude“, „Träume und Gespenster“, sowie „Befreiung durch die Arbeit“ behandeln sollten.

Letztlich verwarf er dieses Modell und entschied sich für einen großen, zusammenhängenden Satz. Dabei übernahm er bereits komponierte Werkteile.

Insgesamt erstreckte sich demnach die Arbeit an Strauss‘ 64. Werk über fast eineinhalb Jahrzehnte und wurde öfters unterbrochen.

 

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Alpensinfonie

http://www.abenteuer-klassik.de/downloads/Alpensinfonie.pdf

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