Kreatives Schreiben: Messiaen- Turangalîla Sinfonie 3. Satz

Turangalîla Symphonie [3. Satz]

(0 – 1:16)

Ein Spaziergang, mitten am helllichten Tag, doch irgendetwas scheint anders. Irgendetwas schwebt in der Luft, ein merkwürdiges Gefühl, dass sie langsam umarmt und innerlich durchdringt. Ein Gefühl von Unsicherheit, dass sie jedoch nicht in der Lage ist zu beschreiben. Wenn doch nur die äußeren Zustände ihr Empfinden wiederspiegeln könnten….

Doch um sie herum alles still. Der angenehme Frühlingswind weht leicht umher, die Bäume und Pflanzen gekleidet in den ersten Frühlingsknospen, die Sonne setzt sich am leicht bewölkten Himmel durch und auch die Vögel ringsumher zwitschernd, scheinen das merkwürdige Gefühl nicht teilen zu wollen. Doch ohne sich weitere Gedanken zu machen, geht sie weiter den schmalen Weg entlang bis sie sich schließlich auf einer kleinen hölzernen Bank, in der Nähe eines Baches, niederlässt und versucht das leicht beunruhigende Gefühl zu verdrängen.

(1:16 – 2:16)

Mit geschlossenen Augen sehnt sie sich nach Entspannung, als plötzlich Regen in Form von kleinen Tropfen leicht auf ihr Gesicht niederprasselt. Jedoch lässt sie sich von dem unübersehbar immer stärker schlechter werdenden Wetter nicht stören. Was jedoch als sanfte Brise anfängt, entwickelt sich rasch zu langen, dunklen Gewitterwolken, die allmählich über den Ort ziehen an dem sie sich befindet, ohne, dass sie dies selbst als irgendeine mögliche Gefahr ansieht. Schließlich nimmt das Gewitter seinen Lauf und sie kommt auf den Gedanken sich schnellstmöglich in eine sichere Position zu begeben. Ohne zu überlegen, reißt sie sich von der Bank und versucht einen Ort zu finden an dem sie dem düsteren Gewitter aus dem Weg gehen kann. Als sie jedoch verzweifelt merkt, dass ihr nur ein großer Baum als Unterschlupf geboten wird, verweilt sie dort.

(2:16 – 5:21)

Besorgt schaut sie in die dunklen Gewitterwolken und sieht wie die Blitze am Himmel peitschen, und der Wind kreischend immer stärker weht und einzelne Äste von den Bäumen reißt. Der Regen prasselt gewaltsam auf den Boden und von der, noch vorhin lachenden Sonne, ist weit und breit nichts mehr zu sehen. Plötzlich jedoch, vergisst sie für einen kurzen Moment, dass um sie herum waltende Gewitter und bemerkt in der Ferne eine Gestalt, die dem Anblick einer ganz in schwarz gekleideten Person ähnelt. Während sie für sich versucht, das Treiben der Gestalt deutlich zu machen, beobachtet sie mit erschrecken, dass ihr die Gestalt immer näher und näher kommt. Das gnadenlose Gefühl nimmt erneut seinen Lauf und nun scheint es tatsächlich in Form von Angst seine Arbeit auszuführen. Um ja nichts zu riskieren, beschließt sie rasch den Ort zu verlassen, der ihr schon von Anfang an als düster erscheint. Schnell und ohne zu zögern rennt sie ohne eine Ahnung zu haben wohin, bis ihr die Gestalt aus der Ferne nicht mehr folgen kann……

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