Natur in der Turangalilasinfonie

Allgemeine Einflüsse

Die Natur spielte in Messiaens Werken und in seinem Leben eine bedeutsame Rolle. Wie ein roter Faden ziehen sich vor allem Vogelgesaänge durch all seine Werke.
Die Vögle waren für ihn die „größten Musiker auf dem Planeten“ und er lernte von ihnen alles über Melodie, Rhythmus, Klangfarbe und Kontrapunkt.
Er hat ihre Gesänge originalgetreu in seine Sinfonien aufgenommen und auch ihr Lebensumfeld, die Färbung ihres Gefieders, sowie das Verbreitungsgebiet mitkomponiert. Dazu ging er oft mit Notizblock und Notenblatt ausgestattet in die Natur.
Doch Messiaen stellte in seinen Werken nicht nur die Vogelgesänge musikalisch dar, sondern auch andere Teile der Natur wie Wind, Wellen, Felsen, Nacht und Licht, Farben, Berge, Meer und sogar ganze Landschaften und Galaxien,
Neben der Natur hatten auch fremde Kulturen, sowie sein Glaube großen Einfluss auf ihn und seine Werke.

Einfluss auf die Turangalilasinfonie

In der Turangalîla-Sinfonie lässt Messiaen viele verschiedene Interessen aus seinem Leben einfließen.
Die Geschichte von „Tristan und Isolde“ spielt eine große Rolle in diesem Werk. Der Garten wird durch die verschieden Klänge in der Sinfonie dargestellt.
Ein weiterer Einfluss ist die Natur. Diese ist in diesem Werk besonders wichtig, da sie Messieans Passion war. Er führte genaue Aufzeichnungen über die verschiedenen Blumen und Vögel, die er bei seinen morgendlichen Spaziergängen sichtete. Er hat die unterschiedlichen Farben des Gefieders und der Blumen, sowie die unterschiedlichen Vogelgesänge, durch bestimmte Klänge der Instrumente in seine Sinfonie einfließen lassen.
Das zweite Thema heißt „Blumenthema“, wegen seiner schön geschwungenen Linien. Dieses Thema basiert auf dem Gedicht „Médieuses“ von Paul Éluard (1895-1952).
Laut Messiaen stellt das Thema das Bild einer geöffneten Blüte bzw. die Wilkommen-heißenden Augen und Lippen einer liebenden Frau dar. (Dies schrieb er in seinem Buch „Traité“ auf S. 151-160). Das Blumenthema ist laut Meassiaen „vergleichbar mit der zarten Orchidee, der dekorativen Fuchsie, der roten Gladiole oder der sich rankenden Zaunwinde“. Hier wird deutlich, dass er die verschieden Details der Blumen durch seine Musik ausdrücken will.
In dem „Thème d’amour“ erklingen unterschiedliche Vogelimitationen, die vom Klavier gespielt werden. Meassiean beschreibt diese als „stilisierte oder idealisierte Rufe von Nachtigall, Amsel und Gartengrasmücke“.
Die Turangalîla-Sinfonie ist eine von Einflüssen der Natur geprägte Komposition. Basierend auf den Interessen Messiaens wurde sie zu einer individuellen Sinfonie mit außergewöhnlichen Klängen.

Einschmeichelnde Klarinette (Hörbeispiele)

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%201.mp3

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%202.mp3

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%203.mp3

Vogelgesänge (Hörbeispiele)

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%204.mp3

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%205.mp3

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%206.mp3

http://inf11.enesge.de/Mareike/01%20-%20messiaen%20-%207.mp3

Hinweis: Es ist nicht bewiesen, dass diese Hörbeispiele wirklich das genannte darstellen, sondern von uns interpretiert.

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