Endlich online: die Videodoku vom Projekt

Endlich ist die Videodoku unseres Projektes „Orchester 3.0“ online. Ihr findet sie auf dem Youtube-Channel der Elbphilharmonie. Viel Spaß beim Gucken!

Ansonsten geht damit dieser Projektblog in den wohlverdienten Ruhestand. Toll, dass ihr mitgemacht habt. Vielen Dank dafür. Hoffentlich auf ein Wiedersehen bei einem der vielen fantastischen Jugendorchester oder ganz einfach in der Laeiszhalle.

Backstage-Reportage: DIE ZWEITE

Nach dem großen Erfolg der ersten Reportage ist nun auch die zweite Backstage-Reportage fertig. Die Schüler der Stadtteilschule am Hafen bieten den Zuschauern ihres Films erneut einen spannenden Einblick ins Innere der Laeiszhalle – und zwar an einem Konzertabend mit dem Bundesjugendorchester und Christian Tetzlaff. Spannende Interviews und authentische Aufnahmen der jungen Nachwuchsfilmer machen diese Dokumentation sehenswert.

Auf der Suche nach der Tonart

Um das erste Violinkonzert op. 35 von Karol Szymanowski zu bewerten, braucht man zuerst einmal die Entstehungsgeschichte, die im August 1916 in Zarudzie begann. Dort komponierte Szymanowski das Solokonzert auf dem Hof seines Freundes Jozef Jaroszynski, auf dem sich der herausragende Violinist Pawel Kochanski ebenfalls befand und ihm entscheidend half.

Es ist beeindruckend, mit welcher Raffinesse und vielseitigen Violintechniken das Werk die Zuhörer der damaligen und unserer Zeit begeistert. Dieses eigentlich einsätzige Werk zählt zu den spät romantischen Stücken, wobei man es als eines der ersten modernen Violinkonzerte bezeichnen kann.

So viel zu den Fakten. Aber eins fällt auf: Wo bleibt die Tonart? Weder der nicht vorhandene letzte Orchesterakkord mag uns den verraten, noch Szymanowski selbst. Sobald man der Überzeugung ist, eine Ahnung zu haben, wird diese bald über Bord geworfen und durch eine andere ersetzt. Doch festlegen mag sich keiner. Aber wer braucht schon trockene Theorie, wenn er nicht Interpretieren und Fühlen kann; in diesem Sinne folgen einige Höreindrücke:

Höreindrücke

„Diese sehr frei geschriebene Arbeit bietet eine ungewöhnliche Vielfalt, mit unvorhersehbaren, reich und lebendig gefüllten Kombinationen, die mich sehr interessierten, genauso wie die Rolle des Orchesters. Der Geige wurde die subtile Aufgabe gegeben die Flut der Schallwellen als lyrisches Lied zu verkleiden. In der Melodie, die von der Harfe umgeben wird, kann man einen heftigen Streit der Klarinetten und Oboen entdecken und man könnte sagen, dass sich diese Landschaft von einem Augenblick zum nächsten ändert.“

„Das keinem erkennbaren Modell zuzuordnende Werk des polnischen Komponisten verläuft in seiner expressiven Motivik verschachtelt und stellt einen Wettkampf einzelner Phrasen dar. Auf dem Fundament prachtvoller Orchesterstimmen, erstrahlt die Solovioline mit raffiniertesten Techniken und einem beeindruckenden Repertoire. Insgesamt ist es ein in sich stimmiges, nicht eintöniges und außergewöhnliches Werk mit einer emanzipierten Solostimme, die sich einerseits schafft in das Orchester einzuordnen und andererseits deutlich abhebt.“

„Ein interessantes Violinkonzert. Es ist nichts klar identifizierbar, man erkennt beim Hören nicht sofort ein Motiv oder andere Strukturen. Bis zu den ersten 10 Sekunden scheint das Violinkonzert noch normal zu sein, doch dann beginnt die Violine zu spielen und sie spielt jedes Mal einen anderen Ton als man ihn erwartet. Dazu kommt noch, dass es fast durchgehend sehr hohe Töne sind, die man sonst nicht so häufig hört, was das Stück wieder so merkwürdig macht. Für den ein oder anderen, der sich auf die Klänge konzentriert, kann es dann im Nachhinein aber auch schön klingen.

Quellen: http://www.culture.pl/web/english/resources-music-full-page/-/eo_event_asset_publisher/eAN5/content/karol-szymanowski-violin-concerto-no-1-op-35

http://www.universaledition.com/Karol-Szymanowski/komponisten-und-werke/komponist/713/werk/71/werk_einfuehrung

 

Darf ich vorstellen, ein weiteres Künstlerkollektiv der Ausstellung in der Laeiszhalle:

„WE ARE VISUAL“ (.WAV)

Marc Einsiedel / Felix Jung / Brent Dahl

Ihre Kunst beschreiben sie so:

„auf das bedürfnis der aneignung folgt die auseinandersetzung

mit dem umfeld des ortes. wir nehmen material oder einen ort

in einer besonderheit war, die sich für uns aus einer subjektiven auffälligkeit

zu seinem umfeld ergibt. wir versuchen in den ort einzutauchen,

ihn zu erleben, um dann mit dem prozess vom hinzufügen,

zweckentfremdeten, recyceltem material etwas auszuarbeiten mit dem

wir in vergessenheit geratenene missstände, aktuelle themen, störfaktoren,

absurditäten, kontraste manifestieren.“

Ausstellungen der Künstlergruppe „WE ARE VISUAL“ (.WAV):

Materialstudie; Gängeviertel, Hamburg, 2011

Guten Tag; /A Word of Art, Cape Town, 2011

Altona Museum Bleibt; Altona Museum, Hamburg 2010

“The ugly castle” Kasseler Museumsnacht; Loyal, Kassel 2010

Reclaim Your City; Neurotitan, Berlin 2010

Weiter unten seht ihr einen kleinen Vorgeschmack der bisherigen Werke der Künstler. Reinschauen lohnt sich!

Anders als die anderen Künstler bleiben diese Jungs bei ihrer gewohnten Umgebung – nämlich draußen. Ihr Beitrag zu der Ausstellung um das Projekt „Orchester 3.0“ wird eine Installation auf dem Johannes-Brahms-Platz sein. Zu viel verraten wird hier nicht, falls ihr nun Lust bekommen habt sie Live zu erleben, kommt am 14.04.2012 um 19 Uhr auf den Johannes-Brahms-Platz vor der Laeiszhalle und schaut euch die Installation und einer einmaligen Performance des Künstlerkollektives an!

Euer UBMK-Team.

materialstudie / baum from .wav on Vimeo.

20357 from .wav on Vimeo.

Backstagereporter besuchen Albert-Schweitzer-Jugendorchester

Am 21. März trafen die Backstagereporter die Musiker des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters, um mit Ihnen über Lampenfieber und Orchesteralltag zu sprechen. Dieser Film ist dabei rausgekommen!

Wir bedanken uns bei den Musikern und den Verantwortlichen des Orchesters dafür, dass wir bei Ihren Proben dabei sein und drehen konnten.